Künstlerprofil

Werner Persy

Zentralstation Mensch

Werner Persy (1924-2017) versteht es, seine biblischen Gestalten bildlich eindrucksvoll darzustellen, wobei er ganz dem Satz von Gregor dem Großen folgt: „Die der Schrift Unkundigen müssen auf den Wänden durch Sehen lesen, was sie in den Büchern nicht zu lesen vermögen.“ Im Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens steht immer der Mensch.

Werner Persy variiert, experimentiert, lässt jeder Farbe ihren symbolischen Wert und fügt sie als Kontext gleichsam mit ein. Sein künstlerisches Betätigungsfeld ist weit gesteckt: Zeichnungen, Aquarelle, Tafelbilder, Grafik in jeder Form (vor allem der Holzschnitt), Wandmalerei, Mosaik und Glasfenster.

Das umfangreiche Holzschnittwerk Werner Persys zeigt die künstlerische Vielfalt dieser Technik vor Augen führt. Der Holzschnitt zwingt zur knappen Formulierung, zur Betonung des Wesentlichen. Werner Persy gelingt es, dem Holz nicht nur die hartgewinkelte, bewegte Linie abzugewinnen, er bezieht die gewachsene Maserung des Holzes mit ein, lässt wellenbewegte Rundungen entstehen.

 

KARTEN GRÜNDLER

“Ich möchte nicht im Elfenbeinturm sitzen, sondern meine Erfahrungen aus dem Leben auf meine Weise den Menschen zurückgeben.”

Werner Persy

Wurde Persy seinerzeit gefragt, wie seine Berufswahl zustande kam, berichtete er von seinen Erfahrungen als 18-jähriger zu Kriegszeiten. Dort kam er als Jagdflieger zum Fronteinsatz – etwas, was seiner Haltung und Einstellung absolut widersprochen hat. In dieser Zeit entstanden somit Konflikte, die ihn bis an den Abgrund seiner  Existenz geführt haben.

Die Erkenntnis aus dieser Zeit war allerdings auch, dass er einen Beruf ergreifen wollte, der demonstrierende Abkehr von Krieg, Aggression, Macht, Unfreiheit, Unmenschlichkeit und Vernichtung mit sich bringt. Seine Entscheidung fiel auf die Kunst.

Vielseitigkeit

Der Umfang seiner Werke ist enorm; genauso wie seine Vielfalt an Techniken.

Die Abstraktion

In den 70er Jahren versuchte er sich mit der abstrakten Kunst. Verließ dieses Gebiet aber wieder, da es für seine Entwicklung eine Sackgasse bildete.

Der Einfluss

Nach Rembrandt war Pieter Brueghel ein wichtige Inspiration seiner Werke. Aber auch Emil Schumacher, die Fauves oder Serge Poliakoff zählen dazu. 

Biographisches

1951Geboren in Trier
1942Abitur, anschließend Militärzeit
1946 – 1950Staatliche Kunstakademie Düsseldorf bei den Professoren Schmurr und Otto Pankok
seit 1951freischaffender Künstler in Trier, lebt und arbeitet in Trier, Studien in Spanien, Italien, Frankreich, Amerika, Holland
2000Verleihung des Ramboux-Preises seiner Heimatstadt Trier
2017Verstorben 2017 in Trier

Arbeiten an sakralen und profanen Gebäuden im In- und Ausland:

Rom, Venedig-Mestre, St. Gallen, Balsthal, Großmehring, Kehl, Heidelberg, München, Mering, Essenbach bei Landshut, Kleve, Mannheim, Saarbrücken, Mainz, Münster, Trier, Bonn, Belgien, Amerika und Japan

Eine Auswahl der Ausstellungen:

Berlin, Trier, Saarbrücken, Köln-Bensberg, Fulda, Mainz, München-Freising, Osnabrück, Münster, Dinslaken, Bremen-Worpswede, Salzburg, Oberhausen, Gladbeck, Paderborn, Düsseldorf